Groß sein als Frau zwischen Wintermüdigkeit und vorsichtiger Hoffnung

Der Februar fühlt sich an wie ein Dazwischen. Der Januar hat die Schwere des Anfangs hinterlassen, aber der Frühling ist noch nicht da. Die Tage werden minimal heller, gerade so viel, dass man es merkt, wenn man genau hinsieht. Es ist der Monat, in dem die Geduld langsam anstrengend wird. Man weiß, dass sich etwas verändert, aber man spürt es noch nicht richtig.

Als große Frau erlebe ich diesen Monat besonders intensiv. Mein Körper ist noch im Winter, in schweren Stoffen, festen Schuhen, klaren Silhouetten. Gleichzeitig beginnt etwas in mir, unruhig zu werden. Der Wunsch nach Leichtigkeit, nach Bewegung, nach Weite wächst. Und mit ihm das Bewusstsein für meinen Körper, für meine Größe, für den Raum, den ich einnehme.

Wenn die Größe in Übergangszeiten spürbarer wird

Der Februar ist kein Monat des Versteckens mehr. Die dicken Schichten werden offener getragen, Schals lockerer gebunden, sorgfältiger kombiniert. Und plötzlich wird mein Körper wieder sichtbarer, nicht nur in seiner Länge, sondern in seiner Präsenz. Übergangszeiten machen Proportionen ehrlicher. Sie zeigen, was passt und was nicht. Sie zeigen auch, wie sehr große Frauen zwischen den beliebten Bildern stehen.

Ich merke, wie Blicke sich verändern. Weniger winterlich-neutral, mehr vergleichend. Menschen scheinen wieder genauer hinzusehen. Als große Frau kenne ich dieses Gefühl gut. Mit jedem Zentimeter mehr Sichtbarkeit wächst auch die Erwartung, etwas darzustellen. Stärke. Selbstbewusstsein. Haltung. Dabei bin ich im Februar oft einfach müde vom Warten. Vom Winter. Von Rollen.

Ungeduld ist auch ein Körpergefühl

Der Februar macht mir bewusst, dass Ungeduld nicht nur im Kopf entsteht. Sie sitzt im Körper. In langen Beinen, die sich nach Bewegung sehnen. In Schultern, die sich strecken wollen. In einer Haltung, die nicht mehr nur stehenhalten, sondern sich entfalten möchte.

Lange habe ich dieses Ungeduld als Schwäche gesehen. Heute erkenne ich sie als Zeichen von Lebendigkeit. Groß zu sein bedeutet nicht nur, Raum einzunehmen. Es bedeutet auch, Raum zu spüren. Und im Februar wird dieses Spüren intensiver.

Aufbruch ohne Eile

Ich muss im Februar nichts erzwingen. Kein neues Ich. Kein schneller Übergang. Ich darf in diesem Dazwischen bleiben. Brutto. Wach. Ungeduldig. Und trotzdem ruhig.

Vielleicht ist das die Qualität dieses Monats: zu wissen, dass Veränderung kommt, ohne sie beschleunigen zu müssen.

Euer Team von LangeHosen.de

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